Pavel hat sich mit einem Frisiermantel bedeckt. Ersitzt im entferntesten Winkel und stoehnt leidenschaftlich.
Milo Schatzova wirft ein Kleid ueber. Gebueckt unddas Gesicht mit dem durchsichtigen Stoff bedeckt, stoehntsie erstickt in die Falten.
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Vor der Garderobe widersteht Hauptmann Krach derVersuchung, durch das Schluesselloch zu sehen, ln Zweifelnund Unruhe macht er drei Schritte hin und her. Arbeiterund Mitglieder der Buehne umgeben ihn im weiten Halb-kreis.
Hauptmann Krach ueberwindet sich, holt mit eisernemArm den Inspizienten aus der Menge; “Ihr Fall ist klar,wenn dem Protektor da drinnen etwas zustoesst. Gleich andiesem Traeger, mein Teurer, werden Sie haengen.”
Der Inspizient: “Und herunterpurzeln. Das Gestell istwacklig. Die Tugend der Schatzova wackelt auch schon.”
Die Garderobiere und der Komiker Wokurka kommendie aeussere Seite der Garderoben entlang.
Die Garderobiere: “Um der himmlischen Barmherzig-keit willen, Herr Hauptmann, hoeren Sie die Schatzovastoehnen? Die ist hin. Sie faellt dem gnaedigen Herrn Pro-tektor zum Opfer. Die Vorstellung wird muessen abgebro-chen werden.”
Der Komiker Wokurka: “So ein fades Geschwaetz! Alsob deswegen schon mal eine Vorstellung abgebrochen wae-re. Gar nicht ignorieren, Herr Hauptmann!”
Die Stimme der Milo Schatzova, von innen: "Hilfe!Man tut mir Gewalt an.”
Hauptmann Krach zieht sich diskret von der Tuer zu-rueck; die Anderen ahmen sein Zartgefuehl nach.
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