“Oder ich mache Sie stumm.” Er kichert: “Lidice hat esIhnen angetan. Wohl der Braeutigam?”
Der zweite: “Der ist wirklich daemlich. Andere stel-len sich daemlich, er ist es. Ausserdem blond, daher un-geeignet den Protektor vorzutaeuschen.”
Der erste: “Gewiss leugnen Sie, dass der Protektor blon-de Haare hat.”
Der zweite: “Angesichts des Todes leugne ich es."
Der erste: “Und der Fuehrer?”
Der zweite: “ln den Achseln ist er blond, wie jederweiss. Heil Hitler!”
Der erste: “Heil Hitler ! Wir Deutsche sind blond. DieTschechen leider auch. Dieses Dorf zeigt ein paar Aus-nahmen. Ich hab’s! Den Kaplan meinen Sie, Zu albern,wegen der schwarzen Tolle.”
Der zweite: “Die Stimme! Sie fiel mir doch vorher auf.Die metallene Stimme, man kennt sie.”
Der erste: “Den Kaplan nehm’ ich mir vor! Ihre Vor-aussetzung ist natuerlich unhaltbar, den Schwindler, denSie meinen, hat es nie gegeben. Aber das Geruecht mussim Keim erstickt werden.”
Der zweite: “Lassen Sie ihn auf die Bibel schwoeren!”
Der erste: “Den Kaplan? Das ist sein Handwerkszeug,Davon wird er noch lange kein — Wahrheitsfanatiker, dersich um den Kopf redet.”
Der zweite: "Diese Tschechen sind hinter uns Deut-schen zurueck, sie sind glaeubige Christen geblieben. Oderwenn nicht glaeubig, dann intellektuell. In beiden Faellenist man der Gefangene seines Wortes, und hat Gewissen.Uns hat der Fuehrer erzogen. Wir — sind frei von allem,was wir gesagt und beschworen haben.”
Der erste: “Mich bindet kein Vertrag. Mehr haben Siemir nicht mitzuteilen, Ziegensack? Dann Schluss!” Er er-schiesst ihn.
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