Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
133
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Der tote Geheime wird von SS -Mannschaften zuerst um-stellt und unsichtbar gemacht, dann fortgeschafft.

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Die Dorfbewohner haben nichts verloren von allem,was die Gestapobeamten taten, und so wenig wie moeg-lich von ihren Gespraechen. Aber keiner der Tschechenhat es sich ansehen lassen. Sie scheinen unbefangen mitsich beschaeftigt. Der Hausherr Jaroslav wird fuer seineausgiebige Gastlichkeit beglueckwuenscht. Das Brautpaarwird gehaenselt, weil es vor Seligkeit schon ganz verbloe-det sei.

Der Gemeindevorsteher:Der Pavel, ungeschickterMensch, vertraegt das Verloben nur hoechstens den er-sten Tag. Heute haett er dem Bergmann das Bein abge-schnitten.

Pavel:Lebt der Bergmann noch? Ich muss doch nach-sehen, wlas ich gestern mit ihm angestellt hab'. Um ein Uhrherum, hoer ich.

Doktor Holar:12 Uhr 50, Kollege 1

Pavel:Was heisst da, bittschoen, Kollege? Hier gibtskeinen zweiten Trottel wie mich. Haben Sie schon maleiner Braut so viele Suessigkeiten gefluestert, bis sie ganzdahin ist? Betrachtet dieses stattliche Maedchen, es istschade um sie. Dass sie lieber getaenzelt haette, wie dieanderen, in dem verkauften Braeutchen!

Die Tanzgruppen, die Kinder voran, sind zwischen denSS Maennern, die sie zurueckdraengen, allmaehlich durch-gesickert bis nach der Gegend der Wiese, wo die Tischestehen.

Die Kinder:12 Uhr 50. Padesat! Padesat!