Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
134
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Ein SS Mann dem anderen:Padesat? Das bedeutetetwas, wir muessen Meldung erstatten.

Lyda, fuer die Kinder:Nicht Padesat! Sagt fuenfzig!Die Deutschen werden glauben

Pavel: "Dass wir eine Geheimsprache reden. Aber weitgefehlt!"

Der Kaplan:Uns tut die Offenheit und Wahrheit zusehr not.

Hier faellt der Schuss, der den zweiten Geheimen toe-tet.

Die Kinder laufen, mit dem Schreckensruf:Padesat!nach dem Tanzplatz zurueck. Am Tisch bleiben alle sit-zen, die Gesichter erstarrt. Der Kaplan steht allein da-neben.

Gefluester, bei unbewegter Haltung.

Jaroslav:Das bleibt nie aus. Warum nur gerade denarmen Herrn?

Die Frau, deren Schwester von Pavel behandelt wxir-de: "Sie haetten ihm besser den Magen ausgepumpt, erwar kraenklich."

Pavel:Frau, das verstehen Sie nicht. Die Deutschen sind wissenschaftlich unuebertroffen. Sie heilen ihre Schwer-kranken so gruendlich, dass ihnen nichts mehr wehtut.

Lyda:Pavel, wir muessen Mitleid haben mit jd enDeutschen .

Der Kaplan, fuer sich:Sie sterben fuer nichts. Wirwerden sogar Luegner, um unseres Volkes willen.

Doktor Holar: "Der Tote nimmt mein Ordinations-buch mit!

Der Gemeindevorsteher:Sollen sie es mit ihm ver-brennen! Die gestrigen Angaben sind nicht in derselbenSchrift.

Doktor Holar:Und der Tote hatte es bemerkt.