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Der erste Geheime naehert sich, auf halbem Wegeruft er: “Der Kaplan!"
Der Kaplan, bleibt wo er ist: “Hier bin ich."
Der Geheime: “Nur aus Gefaelligkeit machen Sie sichnicht unsichtbar. Trab! Wird’s bald?”
Der Kaplan, ohne Eile, die Augen gesenkt, geht er inRichtung des Geheimen. Frueher als erwartet, haelt er an.
Der Geheime: “Sehen Sie mir in die Augen! Es wirdIhnen schwer."
Der Kaplan: “Nein. Ich sehe Ihresgleichen in die Au-gen. Mein priesterliches Amt will, dass ich Moerder vor-bereite, gut zu sterben."
Der Geheime, faehrt auf: “Hoeren Sie mal!” Gering-schaetzig: “Das lassen Sie nur, und bleiben bei Ihrem Res-sort. Ich soll nicht haengen, aber eventuell Sie."
Der Kaplan: “Vor Gott ist niemand ohne Schuld.”
Der Geheime: “Vor mir auch nicht. Sie sind der Mann,der gestern den Protektor gespielt hat.“
Der Kaplan, wirklich erstaunt: "Gespielt, haette ich?”
Der Geheime: “Den Protektor.”
Der Kaplan, setzt sein Erstaunen kuenstlich fort: “DerProtektor sollte nicht echt sein?”
Der Geheime: “Gestern nicht.”
Der Kaplan: “Hueten Sie sich, es zu behaupten!”
Der Geheime, in Unruhe: “Ich sage auch nur-.” Ergeht zur List ueber, versucht, feierlich zu reden: “Es istdas Vermaechtnis eines teuren Toten. Mein Freund, denich leider hinrichten musste, hat es mir sterbend anver-traut.”
Der Kaplan: “Sie zu bestrafen, hinterliess er Ihneneine Luege."
Der Geheime: “Jetzt steht er vor dem himmlischen
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