Er betritt die Kapelle, er kniet vor den segnenden Chri-stus hin. Er spricht klingend: “Ich tat es fuer mein Volk,und auch aus menschlicher Schwaeche.”
Der Christus senkt die segnende Hand, er fuehrt dieFingerspitzen ueber die Stirn des Kaplans.
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Die Wiese, wie vorher, aber ohne SS und Gestapo .Die Taenze aus der “Verkauften Braut ” werden aufge-fuehrt, mit einer Hingabe und Besonnenheit, als waerensie nie unterbrochen gewesen. Vorn, inmitten der Kinder,machen Pavel und Lyda ihre anmutigen Schritte. Bei denBegegnungen im Tanz Werden ihnen Blumen zugeworfen.Die Musikbande der Bergarbeiter ist naehergerueckt. DerPrimgeiger spielt Pavel ins Ohr.
Pavel: “Der Smetana war, hoer* ich, kein Deutscher.”
Der Gemeindevorsteher, abseits mit den aelteren Leu-ten: “Nicht jeder kann ein Deutscher sein, daher das vieleUnglueck.”
Doktor Holar: “Wenn es auf der Welt keine Musikgaebe als nur die deutsche, gleich waer’ alles gut.”
Jaroslav: “Unsere Musik koennen sie uns nun einmalnicht nehmen.” •
Doktor Holar: “Verbieten koennen sie uns die tsche-chischen Opern.”
Die Frau, deren Schwester von Pavel behandelt wurde:“Ist das wahr? Unsere Musik verbieten, damit sie alleinwelche machen?”
Pavel, fuehrt Lyda vorueber: "Die werden so baldkeine Musik mehr machen.”
Lyda: “Sie sind zu boese.”
Die Frau: “Den Magen auspumpen sollte man jedemeinzeln.”
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