Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
157
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Oberst Schalk:Ihre eigene droht in Vergessenheit zugeraten.

Heydrich :Fast haette ich mich selbst abgesetzt. Ichbrauchte nur Ihren tueckischen Anregungen zu folgen, dannbehielt der verdammte Anschlag recht.

Oberst Schalk:Vielleicht hat er recht?

Heydrich, es verschlaegt ihm den Atem:Sie sindnicht Oberst Schalk!

Oberst Schalk:In Bruenn war ein Oberst Schalk miteinem Protektor Heydrich. Irrtum beiderseits Vorbehalten.

Heydrich :Wieso beiderseits?

Oberst Schalk:Ich koennte in Wirklichkeit der Haupt-mann Krach gewesen sein.

Heydrich :Und ich? Sie insinuieren-?

Oberst Schalk:Was Sie am besten wissen.

Heydrich :Ich hoere immer Excellenz. Sie sagen, wasExcellenz am besten wissen.

Oberst Schalk:Seine Excellenz, der Protektor ist beiweitem nicht eingeweiht wie wir.

Heydrich :Wo haben Sie ihn versteckt?

Oberst Schalk:Sie gestehen, dass Sie ihn erwarten.

Heydrich :Was erw'arten?"

Oberst Schalk:Dass er Sie entlarvt.

Heydrich, zieht seinen Revolver.

Oberst Schalk, hat seinen schon in der Hand.

Heydrich, nach ergebnisloser Spannung:Auch ohnedas Ding sind wir deutlich genug geworden.

Sie stecken die Waffe wieder ein, keiner entbloesst sichvon ihr frueher als der andere.

Heydrich :Sie haben nichts dagegen, dass ich tele-phoniere und Sie verhaften lasse.

Oberst Schalk:Telephonieren Sie! Eine Verhaftungnehme ich selbst vor.

Heydrich :Mensch! Sind Sie denn im Ernst gepiekt?