Er naehert sich dem Oberst Schalk, scheinbar, um denGeisteszustand des Anderen durch den Augenschein festzu-stellen. Bei ihm angelangt, versucht er ihn in den Bauchzu treten.
Oberst Schalk war darauf gefasst, er weicht aus, mitberechneter Verspaetung. Heydrich, das Bein gehoben, ver-liert sein Gleichgewicht, er stuerzt rueckwaerts ueber denSchreibtisch, strampelt in der Luft, gelangt auf der ent-gegengesetzten Seite zu Boden.
Oberst Schalk: “Sie haben einen Umweg nach derSchieblade gemacht.”
Heydrich oeffnet die Schieblade. Waehrend er sucht:“Allerdings. An meinem Fusstritt sollten Sie mich erken-nen. Feldmarschall Rommel wuerde nicht zweifeln.”
Oberst Schalk: “Unsere grossen Maenner werden gernnachgeahmt, dieser mit dem Fusstritt, jener mit dem fal-schen Zungenschlag.“
Heydrich, in die Schieblade: “Heil Hitler !”
Oberst Schalk: “Heil Hitler! Sie suchen vergebens, wieeiner, der hier nicht Bescheid weiss."
Heydrich , findet nichts: “Schon gefunden! Warum sollt’ich es Ihnen zeigen, Ihre eigene Handschrift ist Ihnen nichtneu. Was Geheimrat Rumfutsch schreibt, wuerde Ihnenauffallen.”
Oberst Schalk: “Keine Ahnung, was gemeint ist. Jeden- ^
falls befindet es sich in einer Tasche, die nicht Ihre ist.”
Heydrich : “Sie scheinen die Tasche und den Mann zukennen.”
Oberst Schalk: “Ich? Bewahre. Mich hat er meinerFunktion enthoben.”
Heydrich : “Das bin ich, der Sie abgesetzt hat.”
Oberst Schalk: “Aber nahmen Sie fuer mich den Haupt-mann Krach? Diese Unterlassung ist Ihr Verhaengnis.”
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