Heydrich : “Fertig. Das bricht mir den Hals.”
Hauptmann Krach: “Es macht nicht den Eindruck. Zubeweisen war, dass die Laune des Protektors ueber dem ^
Gesetz steht. Rassenschande, ohne ihn, bitte.”
Heydrich : “Auch wieder richtig.” Nach einiger Ueber-legung: “Noch richtiger waere es, die Person zu haengen.”
Hauptmann Krach, ruhig: “Man hielte Excellenz fuereine maennliche Turandot.”
Hauptmann Krach: “Die Kandidatin hat das Raetseldes Protektors nicht geloest, sie muss sterben.” *■*
Heydrich : “Mein Raetsel.” Er hat begriffen. Furcht-bar: “Wer ich bin? Das werden fuenfzig Kandidaten amGalgen beantworten. Aber wer sind Sie, HauptmannKrach?”
Flauptmann Krach, sehr ruhig: “Drei Uhr. Excellenzbefehlen, dass ich der Dame bis zu der Anfahrt entgegengehe.” Er wendet sich nach dem Ankleidezimmer. “Ichlasse sie diirch die geheime Tuer hier ein.”
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Heydrich, allein: “Die geheime Tuer, er kennt sie! Demist nicht beizukommen. Die geheime Tuer, ein Augapfelmeines Polizeigenies, kein Blumentopf hat sie von selbst y-
entdeckt. Dieser Hauptmann Krach geniesst mein Ver-trauen laenger, als ich dachte. Sonderbare Mattigkeit.”
Er sinkt in den Sessel, streckt die Glieder von sich.
"Wenn er mich vergiftet haette? Eine Spritze, ichmerkte wohl nichts. Mein Wahrnehmungsvermoegen hatgelitten. Die Liebesarme- rein vergessen. Ich habe, um ichselbst zu bleiben, nur Hauptmann Krach. Er kennt, besserals ich, die Person, wie heisst sie, Turandot? Alles, was er '
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