mir vorluegt, ist wahr und wirklich geschehen, denn derFuehrer weiss es! War ich nicht dabei, bin ich der Pro-tektor Heydrich nicht.”
Er verkriecht sich, soweit moeglich, in den Polstern.
“Ich kann ein falscher Protektor sein. Man faengt an,mich dafuer zu halten, nicht ohne einen Schein von Recht.Was ich seit gestern alles getan haben soll, habe ich niegetan, ich kenne den Altmarkt vom Sehen und die Ko-mische Alte nicht einmal daher.”
Ueber die Rueckenlehne hinweg schielt er nach demBildnis des Fuehrers.
“Der Falsche- wiaere meinem Fuehrer willkommener alsein Echter, der den Anschluss verpasst. Verwandlungensind immer denkbar. Meine verkrachte Doktorarbeit han-delte von verwandelten Eseln, mit denen es schon zu ihrerZeit irgendwo gehapert haben ,wird. Eins ist sicher: derEsel merkt es nicht.”
Er kommt muehselig auf.
“Knickbeine, von der zwoelfstuendigen Nacht, du Esel!Die Identitaet verschiebt sich, wenn einer nicht aufpasst.Sind das meine Sorgen? Der Falsche redet aus mir, ermuss ein Intellektueller sein. Genug, die Identitaet des Pro-tektors entzieht sich dem Zugriff.”
Vor den Fuehrer hin, stramme Haltung.
“Mein Fuehrer! Melde untertaenigst, Protektor von Boeh-men-Maehren Reinhard Heydrich bezweifelt seine Iden-titaet.”
Wendet ihm den Ruecken und erschlafft.
“Der kann lachen. Einzig in der Geschichte, da ver-suche keiner, sich unterzuschieben. Was mich betrifft, ichgehe zu Bett. Nichts wie schlafen!”
Es schlaegt vier.
“Ach so, jemand sollte kommen, durch die geheimeTuer. Aber um drei wfcr die Dame faellig. Ist nicht er-
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