Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Heydrich :Wieso Orchester?

Milo Schatzova:Hier sind wir auf der Buehne.

Heydrich :Sie werden beeindruckt von dem Rah-men, den ich meiner Individualitaet verleihe."

Milo Schatzova:Ungluecklicher! Wo ich beruflich je-den Abend der Mittelpunkt desselben falschen Zauberssein muss, gerate ich hier in ein Kokottenzimmer.

Heydrich :Was ist hier falsch? Wer soll falsch sein?Er hat sich aufgesetzt.Meine Dame, Sie sind nicht mehrerwartet worden.

Milo Schatzova, uebersieht sein Misstrauen:Meineleichte Verspaetung verstimmt den hohen Herrn. Aber nurfuer ihn habe ich stundenlang meine Schoenheit wiederhergestellt.

Heydrich :Hatte er sie zerstoert?

Milo Schatzova:Grausamer! Verbietet mir die ein-fachste Erfrischung, selbst aber ruht er, ein lieblicher Ephe-be, das edle Haupt in der Rundung der Armes, auf seinemmaerchenhaften Lager!

Heydrich, nimmt die Stellung, die sie beschrieben hat,folgsam wieder ein:Maerchenhaft, wenn man will. Je-denfalls einsam.

Milo Schatzova, setzt sich zu ihm, aber der durchsich-tige Vorhang trennt die Beiden. Sie betrachtet den Mannals Expertin:Der ist nicht grausam. Er will es sein.

Heydrich :Ich bin gefaelligst grausam! Keine Ver-wechslung mit dem deutschen Oberst in Norwegen , der im-mer jammerte, weil er die Norweger unterdruecken muss-te! Er moechte nochmals hochkommen.

Milo Schatzova, deckt ihm den Schleier ueber das Ge-sicht:Still! Dass ich dich bewundere!

Heydrich, haelt still.

Milo Schatzova:Reinhard! Schoenheit!

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