Heydrich : “Wahr? Ich hab’ dich verfuehrt?”
Milo Schatzova: “Kuehner du! Eine grosse Frau, aberp er nimmt sie sich.”
Sie kuesst sein Gesicht durch den Schleier, der ihn ein-wickelt und ihm hinderlich ist. Er versucht Bewegungen,die misslingen, sie macht andere, ihm nicht erwuenschte.
Heydrich : “Schluss mit der Spielerei!"
Milo Schatzova: “Das sag’ ich auch. Eh’ wir’s denken,muss ich wieder im Theater sein.”
Heydrich : “Das verbiete ich.”
f Milo Schatzova: “Absagen? Du waerest imstande und
verfuehrst mich auch dazu noch.” Sie lacht auf.
Heydrich : “Meine Ahnung, ich bin laecherlich.”
Milo Schatzova: “Mir faellt nur die Geschichte vomWorkurka ein, wie er im Extrazug nach Czernowitz dieGreislerova verfuehrte.”
Heydrich : “Laecherlich ist hoechstens dieser Wor-kurka.”
Milo Schatzova: “Was willst du von einem Komiker?“
Heydrich : “Aber den Komiker liebst du.”
Milo Schatzova: “Schon eifersuechtig!”
Heydrich, befreit sich gewaltsam aus der Umschleie-rung, verlaesst das Bett: “Wenn dir das Leben deinerLiebhaber lieb ist, vergiss nicht, wer ich bin!”
, Milo Schatzova ist von ihrem Platz gewichen, steht
ihm gegenueber: “Henker Heydrich , sagen deine Schmeich-ler.”
Heydrich stelzt im Halbkreis um sie her: “Auf derListe fehlt der Einundfuenfzigste, Wokurka.”
Milo Schatzova: “Ich bin gekraenkt, mein Name wardir weniger gelaeufig. Was soll es mit der Liste?”
Heydrich, unbeherrscht: “Morgen, spaetestens ueber-morgen wird Prag sie auswendig wissen. In der Luft w$rd
1 77