entsetzt. Wenn die Gestapo dem Protektor ans Leben woll-te, genau dieses Verzeichnis haette sie verfasst.”
Milo Schatzova: “Die tschechischen Namen sagen Ihnennichts.”
Hauptmann Krach: “Doch. Es sind Ihre Freunde, hiersteht Ihr Lehrer.’’
Milo Schatzova: “Es ist mein Prag und alles, was mirvon ihm uebrig blieb.” Ihr schaudert: “Hauptmann Krach,wer sind Sie?”
Hauptmann Krach: “Das fragte mich heute schon einer.War es der Protektor? Ich bin ein gewoehnlicher Nor-maler, — die jetzt* selten werden.”
Milo Schatzova, ruht ihren Kopf an seiner Schulteraus: “Was soll ich tun?”
Hauptmann Krach: “Ihn warnen. Folgt er dieser Liste,die geopferten Tschechen wuerden ihm gefaehrlich wer-den wie die hingemordeten Deutschen. Das Land mitsamtder Besatzung hetzt ihn, bis er faellt.”
Milo Schatzova: “Wer will das?"
Hauptmann Krach: “Wird nie an den Tag kommen.Er ist nicht mehr genehm.”
Milo Schatzova: “Das soll ich ihm sagen? Seine Ant-wort wird sein, dass er die Liste um einige Namen ver-laengert.”
Der Wagen haelt.
Hauptmann Krach befiehlt dem Chauffeur: “WartenSie auf den Protektor!”
Milo Schatzova: “Auf wen?”
Hauptmann Krach: “Nur der Vorsicht wegen begleiteich Sie ueber die dunkle Treppe. Ihnen ist wieder ganzwohl.”
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