Hauptmann Krach, oeffnet die glaeserne Scheidewand,befiehlt: “Nach der Wassergasse mit hoechstens 30 Kilo-meter Geschwindigkeit,” und schliesst die Scheibe sorg-faeltig.
Milo Schatzova: “Zu viel, damit werd ich nicht fertig.
Hauptmann Krach: “Zlecna Milo! Machen Sie sichnichts daraus, alles kommt immer entgegengesetzt, wie wirseit gestern wissen.”
Milo Schatzova: “Gestern! Da hielt ich in meiner ar-men, mitschuldigen Hand noch kein einziges Todesurteil,geschweige fuenfzig.”
Hauptmann Krach: “Hatten Sie nicht auch den Ein-druck, dass kurz vor uns ein anderer Wagen abgefahrenwar? ”
Milo Schatzova: “Von der Burg, ein anderer Wagen?Was soll das? Ah! der Protektor.”
Hauptmann Krach: “Sie glauben selbst nicht, dass eres mit sich allein noch aushaelt.”
Milo Schatzova, ihm in die Augen: “Wieviel wissenSie?”
Hauptmann Krach, hebt die Schultern: “Er bleibt einTraeumer stets und haengt am Weibe.”
Milo Schatzova: “Das scheint ein Vers zu sein. Verse-fuer Henker Heydrich ! So laesst er sich von mir nennen.”
Hauptmann Krach: “Da sehen Sie’s.”
Milo Schatzova: “Er will nicht sein wie sein Bekann-ter, der deutsche Oberst in Norwegen , der unter staendi-gem Selbstbedauern alle hinrichten laesst.”
Hauptmann Krach: “Ein deutscher Protektor darf sichunter keiner Bedingung leid tun.”
Milo Schatzova: “Sie halten auf deutsche Wuerde. Diemuss ich wahren, ich die Schatzova. Lesen Sie mit! DieListe traegt weniger deutsche Namen als tschechische.”
Hauptmann Krach: “Aber was fuer deutsche. Ich bin
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