Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Geheimrat Rumfutsch: “Sie wissen, wen ich meine.”

Oberst Schalk: “Wir koennen deutlich reden. Die bei-den Posten sind Slovaken.”

Geheimrat Rumfutsch: “Herr Oberst , es wird fuer unsZeit, den Echten vom Falschen zu unterscheiden.”

Oberst Schalk: “Ich daechte, das steht fest.”

Geheimrat Blumentopf: “Wahrheit bleibt Wahrheit.”

Geheimrat Rumfutsch: “Wenn der Eine uns das Lebenschenkt und der Andere uns haengen will? Auch Sie, Kom-missar Blumentopf.”

Geheimrat Blumentopf: “Wieso mich? Seinen Geheim-rat?”

Geheimrat Rumfutsch: “Sie sind Geheimrat nur beidem Einen. Der Andere wird seinerseits dahinter kommen,wenn er es nicht schon weiss, was Sie mit Padesat ge-plant hatten- einfach sein Ende. Der aber verzeiht nicht.”

Oberst Schalk: “Nie. Erstens ueberhaupt nicht, unddann hat er es nicht so noetig wie — der Kaplan, vernuenf-tig mit sich reden zu lassen."

Geheimrat Rumfutsch: “Meint er. In Wirklichkeit hater mehr Aussicht als wir auf ein schnelles Ende.”

Geheimrat Blumentopf: “Verstehe ich die Herren rich-tig, dann wollen Sie den Falschen fuer echt anerkennen.”

Geheimrat Rumfutsch: “Das tun wir schon zu lange,als dass wir ungestraft zurueck koennten. Wer ist uebri-gens der Echte?”

Oberst Schalk: “Der Falsche ist, Wer mich haengenwill. Punktum.”

Geheimrat Blumentopf: “Mehrmals, wenn auch nichtoft, hat der echte Falsche sich verraten. Das werden Sienicht leugnen, wenn Sie ihn als Kaplan erblicken.”

Geheimrat Rumfutsch: “Wer waere nicht schon malals Kaplan gegangen. Der Echte, bei dem wir oben waren,hat Liebeshaendel.”

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