aufsuchen, ich rufe die Burgwache an und verlange Sturm-bannfuehrer Jellinek, einen durch und durch verlaesslichenMann. Nur zehn Minuten, elf und eine halbe nach derUhr, und eine motorisierte Truppe umstellt das Theater."
Heydrich : “Sie glauben, an den Apparat bekommenSie Jellinek — und keinen von der Gestapo ? Sie kennenuns schlecht.”
Er setzt sich in Bewegung, nach der Seite, von wo ergekommen war.
Hauptmann Krach, hinter ihm: “Es handelt sich darum,einen Trick zu finden. Wir werden ihn finden.”
Heydrich legt den Rest des Weges eiliger zurueck.
Vor der Garderobe angelangt, will er den Tuergrifferfassen, zieht aber die Hand zurueck, als haette er sichverbrannt. Er ruehrt sich nicht, nur dass er kleiner wird.
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Als Heydrich sie verliess, vor wieviel Minuten, er weisses selbst nicht, sind Wokurka und Milo Schatzova auf derStelle verharrt. Sie lauschen. Die Schritte draussen ent-fernen sich.
Wokurka: “Milo, meine Hochachtung! Fuenfzig Galgen-stricke losmachen mit einer Hand, das verlangt Technik,das will eigentlich geprobt sein von zehn bis zwei, vier-zehn Tage lang.”
Milo Schatzova, Senkblick und herabgezogener Mund,sie zeigt ihm die Schulter.
Wokurka: “Nein. Der Komoediant bin ich nicht, dernicht. Ich hab’ auch Herz, damit ich dir’s gestehe, undwaer es vielleicht muede, dann danke ich dir, du hast esaufgefrischt.”
Milo Schatzova: “Nichts zu danken.”
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