Wokurka: “Du liebst noch die Menschen. Was du ge-tan hast, ist schoen." Dennoch als Schauspieler begeistert:“Wie du es gemacht hast, war gut.”
Milo Schatzova: “Du hats recht, es befriedigt auchberuflich. Wenn ich Aerztin geblieben waere, fuenfzig Men-schen auf einmal haett’ ich nicht vom sicheren Tod er-rettet."
Wokurka: “Du hast den Mann gebaendigt. Der Mannruehrt mich."
Milo Schatzova: “Das Scheusal?”
Wokurka: “Ein Scheusal ist mehr als ein Kobold, derwie ich, die bloeden Menschen mit ihrer eigenen Schlech-tigkeit ergoetzt. Kollege Scheusal bricht mir das Herz. Hatnie geliebt und muss nun doch dran glauben.”
Milo Schatzova: “Hast denn Du schon geliebt?”
Wokurka, energisch: “So nicht. Ich muss protestieren,so, ganz bestimmt nicht. Dir fuenfzig meiner Opfer alsAngebinde schenken und nicht einmal mehr auf der Ehren-deutschen bestehen! Bin ich ein Trottel?”
Milo Schatzova, lacht kindlich auf, sie faellt ihm umden Hals und kuesst ihn ab.
Wokurka erwidert mit Schmollmund und strengem Ge-sicht, waehrend er auf ihren Hueften Klavier spielt.
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Die Tuer wird aufgerissen, Heydrich steht darin —furchtbar und stumm:
Wokurka schiebt Milo Schatzova von sich: “Es warvorauszusehen, vom haben sie zugemacht.” Laute Entrue-stung: Das will eine Direktion sein, und sperrt den Pro-
tektor im Theater ein!”
Heydrich, tritt vor, wahrt aber den Abstand.
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