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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Hauptmann Krach, zieht hinter sich die Tuer an undverlaesst sie nicht.

Spannung, was kommen soll.

Heydrich, weiss es selbst noch nicht, er sagt fremd:Das war wohl nicht fuer mich bestimmt.

Milo Schatzova:Jeder darf Zusehen.

Heydrich :Nur nicht ich. Denn betrogen werd ichallein um alles. Er will umkehren, erblickt Haupt-mann Krach und wendet sich wieder nach innen:Wasgibt es noch, worum ich nicht betrogen bin!

Wokurka:Sie sind theaterfremd. Merken Sie sich fueralle Faelle Excellenz, bei uns wird gekuesst, als ob SieHeil Hitler sagen. Mehr denken wir uns dabei nicht. Esist eine dumme Sitte.

Milo Schatzova:Wirklich nur eine Sitte. Ich kuesse,wenn es darauf ankommt, den Vorhangzieher. Mein alterKamerad hier .

Heydrich :Du hattest ihn, mit Vorbedacht, um zehnJahre aelter gemacht.

Wokurka:Was hat sie Ihnen erzaehlt? Dass ich dem-naechst mein fuenfundzwanzigstes Buehnenjubilaeum bege-he? Ein ordinaeres Kuenstlerlos!

Heydrich, immer im Abstand, aber vorgeneigt, undseine Stimme bebt:Milo! Du hast mich nicht begriffen.Ich wollte dich fuer mich allein. Auch du haettest michganz besessen. Es war schlimm, der Fuehrer konnte aufmich nicht laenger bauen.

Milo Schatzova:So schlimm?

Heydrich :Ich verriet ihn schon, als ich die Padesat-Verschwoerung in deinen Armen vergessen und verziehenhatte.

Wokurka, abgewendet, wirft einen Blick nach der Dek-ke:Wo bleibt das Stueck? Aus seiner Schurkenrolle machtder Mann ein unschuldiges Knaeblein, es ist zum Weinen.

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