Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
242
Einzelbild herunterladen
 

Mit Schwung herum, gegen Heydrich :Sie! Nehmen Siesich in Acht!

Heydrich , kalte Wollust:Nicht mehr noetig. Die Fuenf-zig werden heute nacht noch haengen.

Hauptmann Krach, lacht trocken auf. Er bedeckt denMund, als haette er gehustet. Er geht auf Wokurka zu:Ihr grosser Augenblick ist da, Herr Wokurka. Sie habennichts mehr zu verlieren.

Wokurka:Gut, gestehen wir! Hab ich ihn betrogen.Vor Heydrich hin. Schlicht:Lassen Sie alle leben, Excel-lenz! Haengen Sie mich allein!

Milo Schatzova:Aber.

Wokurka:Nichts aber. Der Mann leidet. Ich kannkeinen Mann, und waer es ein Henker, sich aufzehrensehen wegen eines Maedchens, das ihn mit mir betruegt.

Milo Schatzova:Aber.

Wokurka:Nichts da. Jetzt wird die Wahrheit einge-standen, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit.Die Milo hat micht angebetet, nur um meinetwillen ist sieunter das Theater gegangen. Ich hab ihretwegen eineFrau und sechs Kinder schimpflich verlassen.

Milo Schatzova:Er luegt!

Wokurka:Es ist mein fuerchterlicher Ernst.

Heydrich :Meiner auch. In einer halben Stunde wer-den Sie haengen. Kommen Sie!

Wokurka, willfaehrig: "Befehlen sonst noch etwas? Ihrwertes Leben retten? Vor wem? Aber es wird gemacht.

Hauptmann Krach, bei Wokurka:Es ist ganz ein-fach, Herr Wokurka, die Moerder des Protektors sitzenzu dieser Stunde im verdunkelten Theater.

Wokurka: "Erlauben Sie. Das ist gegen die Polizei-vorschrift.

Hauptmann Krach:Sie betreten durch die Buehnen-tuer das Haus, wo es stockdunkel ist.

242