Milo Schatzova: “Nein. Aber auch meinen Kamera-den Wokurka will ich nicht verlassen.”
Hauptmann Krach: “Bringen Sie ihn mit — zu seinerHinrichtung, die nicht stattfindet. Er reist mit euch, mor-gen frueh.”
Hauptmann Krach, gruesst mit dem Kopf, will durchden Vorhang abgehen.
Milo Schatzova: “Hauptmann Krach!”
Hauptmann Krach: “Slecna Milo?”
Milo Schatzova: “Und Sie?” Angedeutete Bewegung,als koennte sie ihm ihre Arme oeffnen.”
Hauptmann Krach, Ansatz stuermisch hinzueilen. Aberer reisst sich zusammen, er spricht mit der gewohntenMaessigung: “Meine Zukunft verdient Vertrauen. Es ist dieZukunft des allerungluecklichsten Landes.”
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Der Burghof. Ausserhalb seines Tores wird laut ge-zimmert. Die Beleuchtung beschraenkt sich in der Haupt-sache auf den Mondschein: man erkennt nicht, was dieArbeiter machen.
Sie ermutigen einander durch Zurufe. Endlich steigtder Gegenstand, den sie handhaben, steil in die Hoehe.Es ist ein Galgen.
Oberst Schalk: “Donnerwetter. Wirklich ein Galgen.”
Er und seine Freunde, die Geheimraete Rumfutsch undBlumentopf, die Praesidenten Labyrinth und Meyer wer-den im Innern des Hofes von der Truppe des Sturmbann-fuehrers Jellinek bewacht und aufs Korn genommen.
Geheimrat Rumfutsch: “Einer? Bis es fuenfzig Galgensind, bricht der Tag an, noch ein Tag, noch eine Nachtbrechen an. Etwas Menschliches kann jedem zustossen.auch — ihm."
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