Praesident Labyrinth: “Kein Kunststueck. Aber er istein geschickter Mensch.”
Pavel: “Hier stehe ich. Meine Soldaten sind mir treu.Wer nach meiner Brust zielte, kaeme nicht zum Schuss.”
Der Sturmbannfuehrer faehrt auf, erregt sucht er nachRevolvern, die gegen den Protektor gerichtet waeren. Sicht-lich wird er beschliessen nochmals zu raeumen.
Pavel: “Sturmbannfuehrer Jellinek, lassen Sie mir meinHerren- und mein Schutzvolk in Ruhe! Dieses wie jeneshat allen Grund, meine Erhaltung zu wuenschen. So guthat noch niemand sie bedient. Beinahe wuerden sie michlieben, — wenn meine Maske liebenswert waere.”
Praesident Meyer: “Was sagt man. Seine Maske!”
Die Dame mit der scharfen Stimme: “Was nennt erMaske? Er traegt keine, seht ihr nicht?”
Oberst Schalk, zu der Dame mit dem Lachkrampf:
‘Legen Sie los, meine Dame! Jetzt koennen Sie nicht. Esverschlaegt Ihnen den Atem, mir auch.”
Die Dame, gekraenkt: “Ich kann. Aber ich will michruehren und erbauen lassen, wie in der Predigt.”
Denn das Gesicht Pavels veraendert sich wesentlich.Aus blosser Furchtbarkeit geht es ins Erhabene ueber. SeineAbsicht ist nicht mehr das Grauen, sondern, schwer zuglauben, ein strenges Wohlwollen. Es bleibt das Gesicht desProtektors; umso erstaunlicher wendet es sich zum Guten,ja, falls hier jemand das Wort kennt: zur Guete.
Der getretene Soldat; entgeistert: “Nein! Der tritt nicht.”
Sein Nebenmann, ueber die Luecke zwischen ihnen:“Kusch!”
Alles Gefluester erlischt. Tiefe Stille.
Pavel, klangvolle Stimme, daraus verschwunden sindDrohung und Schrecken: “Ich zeig’ euch mein Gesicht, ihrseht ,es nicht wieder. Ihr hoert mich das letzte Mal. Ichverlasse euch, ueber mich ist hoechsten Ortes anders be-
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