Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Hauptmann Krach:Unternehmend, muessen Sie zu-geben.

Geheimrat Blumentopf:Ziellos, daher ausserstande,das oeffentliche Vertrauen aufrecht zu erhalten. Sie habenwohl nicht bemerkt, dass die Tschechen anfingen, ihn zubezweifeln. »

Hauptmann Krach:Das Neueste.

Geheimrat Blumentopf:Er schien auf beiden Schul-tern zu tragen. Padesat, mein Meisterstueck, wurde nichtohne einen Schein von Berechtigung, ihm unterschoben.Keineswegs Ihnen, Sie verstanden diesem Voelkchen bisans Ende unverdaechtig zu bleiben.

Hauptmann Krach:Sehen Sie, wie glaenzend ich michbewaehre!

Geheimrat Blumentopf:Uebertreiben wir nichts, eineso wenig begabte Rasse machte es Ihnen leicht. Ich neh-me mir ernstlich vor, Sie fuer schwierigere Aufgaben zuerziehen. Betrachten Sie mich als Ihren Lehrer!

Hauptmann Krach:Mit Euch, Herr Doktor zu spa-zieren.

Geheimrat Blumentopf:Bin weder Fraeulein wederschoen.

Hauptmann Krach:Ja seht, dafuer ist er nun tot.

Geheimrat Blumentopf:Wir bleiben im Faust. DerFuehrer darf uns nicht hoeren, Goethe ist ihm unsympa-thisch. Uns auch.

Hauptmann Krach:Hier sind wir. Nach dem Hausund Turm gelangen wir am Rande der Wiesen.

Sie treten aus dem Wald ins Freie.

Geheimrat Blumentopf:Ich bin nicht neu auf diesemsaftigen Rasen. Es zieht ihn rechts hinueber.

Hauptmann Krach:Links, wenn es beliebt.

Geheimrat Blumentopf:Ich sehe die Stelle wieder, woich den ungluecklichen Ziegensack lang hinlegte.

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