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Lidice : Roman
Entstehung
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Das Dorf unten raucht weiter, nachdem der Feind esverliess. Die Armee der Verteidiger haelt ihre Stellungenauf diesem Berg, vor den Passwegen und im fernen Um-kreis des Gebirges. Der Feind wird wiederkehren, dieVerteidiger werden bereit sein.

Ihre vorgeschobenen Posten richten sich fuer die kom-mende Nacht im Tal ein, dort wo der Wildbach anfaengtin Strudeln zu fliessen und wo die Armee den Feind heuteschlug. Seine Toten aus dem Gefecht liegen noch hintermanchem Stein. Maenner, die sie lebend nicht gefuerchtethatten, erschrecken, wenn unvermutet ihr Fuss einen totenFeind beruehrt.

Jaroslav Ondracek, hat einen gefunden: "Das mag ichnicht."

Pavel, bleibt, wo er sitzt:Ein toter Feind riecht gut,hat einer der vielen grossen Maenner gesagt."

Jaroslav:Achtung vor den grossen Maennern. DieserFeind aber ".

Lyda:Riecht nicht, er macht uns nur erbarmen.

Pavel:Noch peinlicher.

Er laesst die beiden Anderen mit ihrem Fund tun, wassie wollen. Sie tragen ihn an das Wasser und werfen ihnhinein, nachdem sie gedaempft bis drei gezaehlt haben.

Jaroslav:Getroffen, mitten hinein. Auch diesen nimmtdie Stroemung noch mit.

Lyda:Dann wird der Bach ihn in den Fluss fuehren,und der Fluss in das Meer.

Jaroslav:ln ein Meer, das wir nicht kennen.

Pavel, von seinem Stein her:Das Mittellaendische, wasweiter. Haben alle darin Platz, wir auch.

Lyda, geht zu ihm:Du bist nicht gefuehllos, Pavel,

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