du machst den Mueden, der zu viel gekannt hat. Vergissdoch!”
Pavel: “Wir sind in Sicherheit. Wozu?
Lyda: “Um zu kaempfen, auch nicht immer ein siche-res Geschaeft. Du kannst es wissen, seit du heute richtiggekaempft hast.” Freundliches Laecheln: ‘ Anders als amAltmarkt."
Sie nimmt ihr Gewehr auf. Ihre langen Hosen, ihrekurze Jacke lassen sie groesser erscheinen. Die hellen Haa-re legen um Hals und Wangen eine volle, leichte Welle.Das Gesicht wird durchsichtig vom bleichen Licht des been-deten Tages. Ein letzter Sonnenstrahl, den der Berg her-ueberlaesst, tuscht etwas schwache Roete auf die erhoeh-ten Backenknochen und die wohl ausgebildeten Lippen.Wunderbar belebte Augen strahlen, blau wie nie, dasMaedchen ist schoen, der Kopf und die Gestalt.
Pavel: “Zum Erstaunen, wie gut der Krieg dir steht!”
Lyda: “Und dir! Ich beobachtete dich in dem Hand-gemenge, zum Schluss, bevor die Feinde davonliefen. Nenntman es Handgemenge?”
Pavel: “Mit der blossen Hand toetete ich keinen, daskoennen die Baeren hier im Gebirge. Von wo sähest dumich, oh Siegerin ueber mein Herz?”
Lyda: “Du bist neugierig, und ich bin geheimnisvoll.Ein Geheimnis ist nicht nur die suesse Komoediantin, diedu mir mitgebracht hast.”
Pavel: “Milo — geheimnisvoll, ja, sogar suess, duwillst lachen. Von allem, was dir gegeben wurde, hat sievdas Gegenteil."
Lyda: “Kannst du wissen? Was aber war sie — amletzten Tage Heydrichs ? Du hattest die beiden allein ge-lassen.”
Pavel: "Leider.”
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