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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Lyda:Gewisse Umstaende beruehrt sie nicht, ver-langt Schweigen, und der Wokurka gehorcht ihr.

Pavel:Der ist nicht eingeweiht in was denn auch.Die Umstaende sind meine allein, ich hielt das SchicksalHeydrichs nicht auf, war ich dafuer bestellt? Der Einzige,der ihm das Ende bereitet hatte, konnte nur zulassen, dasses sich vollzog.

Jaroslav, hat die letzten Worte gehoert, ist unzufrie-den:Dann bereue nicht!

Pavel:Bereuen, wenn ich doch berufen war!

Lyda: Und ueberschaetze dich nicht! Vielleicht wardein Anteil kleiner als heute in dem Handgemenge.

Jaroslav, lenkt schnell ueber:Hier hast du dich ge-zeigt, wie du wirklich bist, offen und brav. Wir, hinter un-serem Felsblock oben, vergassen darueber, das Gewehr zuladen.

Lyda:Du, Vater, der Scharfschuetze, der keinen ver-fehlt hat!

Jaroslav:Ich, der Scharfschuetze, vergass mich. Als

ein Angreifer dem Pavel nach der Brust stiess, fiel aberum und war tot, Wer hatte getroffen? Die Schoenheit hier,du haettest sie sehen sollen.

Pavel:Ich sehe sie. Er zieht Lyda hernieder auf

den Stein, der ausgehoehlt wie eine Mulde ist:Ihr, das

Ruhebett. Mir, die Kiesel zum Hinknieen. Er kniet.

Lyda, den Arm um seinen Nacken:Liebst du mich,mein Pavel?

Pavel:Dein wie je.

Lyda:Mehr. Du musst mehr mein sein als in der Zeit,die gluecklich aus ist.

Pavel, entzieht sich ihrem Arm, kniet verlassen auf

den Kieseln:Gluecklich aus, finden die paar Gef Hechte-ten. Die Hingerichteten aber, die dem Moerder geholfenhaben sollen, als ob den Moerder einer kennte, werden

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