nis, weil sie den Protektor umgebracht haben. Das soll mehrsein als manche gewonnene Schlacht.”
Pavel: “Falsch. Die Tschechen waren es gar nicht.”
Milo Schatzova, steigt abwaerts zu ihm: "Das behaup-test du. Aber beim Ende warst du nicht dabei.”
Pavel: “Ich haette es aufgehalten, mitsamt den Fol-gen!”
Milo Schatzova: “Ich nicht. Ich kann hassen.”
Pavel muss sie hinab auf seinen vorigen Platz beglei-ten. Sie gibt ihm die Zeitung und bleibt bei ihm.
Wokurka und Doktor Holar folgen, sie unterreden sichleise mit Jaroslav und Lyda. Pavel liest, er zittert vorErwartung. Er moechte sprechen, die Stimme versagt ihmmehrmals: “Eine Verschwoerung, das ist veraltet. Manweiss von mir nichts.”
Milo Schatzova: “Sei froh! Man weiss nie alles, ambesten, wir bleiben unbekannt.”
Pavel: “Aber jeder Einzelne kennt uns doch, ganzPrag, zu schweigen von Lidice .” Er schreit auf.
Milo Schatzova: “Hast du den Namen gefunden?”
Pavel, laesst die Zeitung fallen, er bricht auf denSteinen zusammen. Sein Gesicht ist im Begriff die MaskeHeydrichs anzunehmen, die Augen oeffnen sich einem An-blick des Grauens, starr und trocken.
Wokurka, bei Jaroslav und Lyda, so ernst wie er seinekomischen Saetze bringt: “Da muss etwas ganz Schlimmesdringestanden sein.”
Jaroslav: “Sagen Sie es doch!”
Lyda: “Sie wissen es doch!”
Wokurka: “Werdet ihr mir auch glauben? Lidice istdem Erdboden gleichgemacht. Die Frauen und die Kinderhaben sie — na, was sie ihrem Brauchtum gemaess denWehrlosen antun, verschleppt, versklavt. Die Maenner sindhin."
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