Milo Schatzova: “Wovon sprecht ihr? Heydrich isttot, und damit Schluss. Kein Untergang eures Dorfes machtihn wieder lebendig. Die Folgen? Das sind nicht die tau-send Unschuldigen, die heute sterben. Das werden seineMitschuldigen sein, sie trifft es um so gewisser.”
Sie hat sich hoch aufgerichtet. Ihre weisslich graue Klei-dung, die Jacke, wie die Hose zeigen Flecken von Schlammund von Blut. Dennoch laesst das Abschiedslicht von jen-seits der Berge ein Flimmern entstehen in ihrer grobenTracht, schwache Wiederholung der indirekten Beleuchtung,einst auf der Buehne. Sie haelt das Gewehr wagerecht vonsich und blickt halb aufwaerts.
Pavel: “Milo Schatzova — die Heldenjungfrau Johan-na, Retterin des Vaterlandes. Ich nicht, ich rette nichts.”
Bevor die beiden Maedchen seine Absicht erkennen,ist er auf den Fuessen und laeuft in Richtung des brennen-den Dorfes. Die Flammen, vorher blass, bekommen imabnehmenden Tag ein tieferes Rot.
Doktor Holar: “Das ist ein Verzweifelter. Aufhalten!Pavel, halt!” Er setzt dem Fluechtling nach.
Wokurka, ueberholt Doktor Holar: “Was der will,das will der. Ich laufe, damit Sie sehen koennen, Doktor,was eine Schauspielerlunge hergibt.”
Ein Schuss faellt aus der Richtung der Brandstaette.Pavel, im vollen Lauf, wird jaeh zum Stehen gebracht voneinem unsichtbaren Hindernis. Er dreht sich um sich selbst,stuerzt zusammen und liegt auf der Seite.
Wokurka, wirft sich nieder, aber seine Stimme traegtbis zum Feind. Italienisch und deutsch ruft er: “Das siehteutih aehnlich. Vor einem Selbstmoerder fuerchtet ihr euch!”Er legt das Gewehr an und zielt.
Jaroslav, am Boden, nicht zu unterscheiden von denSteinen, hat schon geschossen. Drueben, gegen die Flam-men gesehen, tut eine schwarz umrissene Gestalt den Luft-
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