er an dich dachte." Sie will ihre Schulter von Milo tren-nen.
Milo, zieht sie an sich: “Mich musst du nicht strafen,Kind. Dein Geliebter ist nun einmal vergesslich. Er hatAnwandlungen von Kuehnheit und Kraft, ich tat gut, sieihm niemals einfach zu glauben. Als wir Studenten waren,reizte unser Kamerad Pavel die deutschen Tyrannen, bisich sagen hoerte, er gebe ihnen absichtlich den Anlass, dieUniversitaet zu schliessen.”
Lyda: “Die es sagten, schaemen sich heute!"
Milo: “Vielleicht. Du weisst nicht, dass die Menschenimmer alle rechtbehalten? Das erste Mal setzte er sichselbst ins Unrecht, als er dem Aufstand der Studenten aus-wich. Er sass auf dem Land in Sicherheit, den Gehsteigdeckten die Leichen seiner Freunde.”
Lyda, draengt sich enger an Milo, unterdrueckt einSchluchzen.
Milo: “Du liebtest ihn — damals?”
Lyda: “Aus Erbarmen liebte ich ihn — mehr alszuvor.”
Milo: “Du wurdest belohnt, dann kam sein Protektor.”
Lyda: “Das haette keiner getan, von denen auf demGehsteig!"
Milo: “Keiner. Es war ein ausserordentlicher Ausbruchder Phantasie, — die natuerlich nicht lange auf dieserHoehe bleibt. Das sei ihm verziehen. Ein Wesen, mit Mutund Tatkraft nicht geboren, greift weit ueber sich hinausdurch den Antrieb des Geistes allein. Ich bewundere ihn.”
Lyda: “Nachher sogar bewundert ihn eine grosse Frauwie du!”
Milo: "Ja, auch ich habe Theater gespielt und wurdeam Abend die grosse Frau, wie du es nennen gehoerthast. Das erlaubt mir noch keinen Vergleich mit seiner —