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Lidice : Roman
Entstehung
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99

Milo Schatzova und Lyda lehnen Schulter an Schulter.Zwischen ihnen und den drei gesunden Maennern, dieschon schlafen, liegt der Verwundete und scheint zu schla-fen.

Lyda: “Ich moechte dir meine Decke geben.”

Milo: “Aber du hast keine. Es bleibt auch warm inder Nacht, sonst muesstest du selbst die Decke behalten,wenn wir sie haetten.”

Lyda: “Ich bin eine Baeuerin.”

Milo: “Aber zart.” Sie deutet mit dem Kopf auf Pavel.Leise: “Heirate ihn nicht! Die erste Geburt wuerde dirgefaehrlich werden.”

Lyda: “Bist du eifersuechtig?“

Milo: “Nein. Medizinerin. Genaueres sage ich dir nachder Untersuchung.”

Lyda: “Ich will es nicht wissen. Aerztin bist du. Ersagte, Schauspielerin.”

Milo: “Beides. Soldat, ist mein dritter Beruf.”

Lyda: “Auf dich war ich eifersuechtigI”

Milo: “Jetzt scheint es dich zu wundern.”

Lyda: “Du haettest ihn nie verliebt gemacht.”

Milo: “Ich bin nicht kalt.”

Lyda: “Er braucht Sanftmut.”

Milo: “Ich bin wohl hart.”

Lyda: “Ich meinte, fuer ihn nicht schwach genug.”

Milo: “Dein Geliebter will, dass du um ihn wirbst, dassdu schwach und sogar stuermisch bist.

Lyda: “Du und ich sind sehr verschieden. In der Zeit,bevor wir auswanderten, ging er nur noch zu dir.”

Milo: “Er hatte dich vergessen.”

Lyda: “Das ist nicht wahr. Bei dir war er, ohne dass

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