Druckschrift 
Lidice : Roman
Entstehung
Seite
318
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Milo: “Nimm mich ernst, ich habe dich ernst genom-men."

Pavel: “Verzeih! Du bist im Hass vollkommen, keinBruch, kein Zweifel.”

Milo, schweigt und wartet.

Lyda, betrachtet sie und erschrickt: “Wie schlimm fuersie, wenn sie liebte!" ,

Pavel: “Sei unbesorgt um meine Kameradin!”

Lyda: “Sie darf nicht lieben, es waere um sie gesche-hen.”

Milo, allein, den Oberkoerper aufrecht gegen den Baum-“Warum?”

Lyda, von unten, nur fuer sie: "Du findest nicht denMann, den du nie verachten muesstest."

Milo: “Es scheint, dass wir es ertragen. Du ertraegstes gut.”

Lyda: “Ich bin selbst nur einfach und gering. Er darfschwierig sein.”

Pavel, veraendert seine Lage, die Wunde schmerzt ihn,sein leibliches Leiden beschaeftigt ihn allein, er hoert nichtmehr.

Milo: “Nicht meiner. Schwierig, mein Geliebter? Erist fanatisch wie ich. Er hat ohne Bedenken getan, umwas Heydrich selbst ihn bat. Sie muessen darum bitten.”

Lyda, atemlos, tonlos: “Du warst zugegen?”

Milo: “Es geschah spaeter. Er hat sich mir nicht an-vertraut. Nachher, waere nicht stolz gewesen. Vorher, warseine Sorge, mich in Sicherheit zu bringen.”

Lyda: “Ich weiss, von wem du sprichst. Der ist ge-wiss unschuldig — wie Pavel.” Sie beruehrt seinen Arm:"Pavel!”

Pavel: “Melde gehorsamst, Soldat Ondracek vom Par-trouillengang zurueck.”