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Lidice : Roman
Entstehung
Seite
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Lyda, fuer Milo:Er ist beinahe bei Besinnung, sofrag ihn!

Milo, sitzt aufrecht, ihr Gesicht verschwindet im Dun-kel der Nacht und der Baeume. Sie schweigt.

Lyda:Sie will, dass Hauptmann Krach ihn getoetethabe.

Pavel:Wenn sie es will. Mit Anstrengung wendeter sich Milo zu:Du hast recht, dass er stark ist. Aucheinfach? Er wird es werden, nun er nicht mehr der Haupt-mann Krach des falschen Protektors ist. Warum bist duihm nicht gefolgt in sein unbekanntes Schicksal?

Milo:Weil ich hier fuer mein Land kaempfe.

Pavel:Ueberall wird fuer unser Land gekaempft. Wirhier kaempfen fuer alle Laender. Sehr weich:Du hastimmer das Recht, ihn zu lieben.

Milo:In meinem armen Kopf.

Lyda, kniet vor Milo, sie bedeckt das unsichtbare Ge-sicht mit Kuessen.

Pavel:Du tust mir leid, Milo, es kommt allein da-her, dass dein Geliebter dich dauert. Er koennte vielleichtschwach gewesen sein wie ich, mit dem du keine Gna-de kanntest.

Lyda:Schweig! Gerade dafuer liebt sie ihn.

Die Nacht ist tief. Wohl moeglich, dass jetzt alle schla-fen;

Pavel schlummert unruhig. Dazwischen suchen seineGlieder nach Erleichterung, seine Gedanken nach Troestung.Er seufzt:Schlechter Anfang in diesem heroischen Exil,weil auch mein Protektor nichts taugte. Wer wird sich sowenig einfache Aufgaben stellen. Nur das Einfache haeltstand, nur der Einfache siegt. Ein Glueck, dass ich jungbin.

Hiernach schlaeft er besser.

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