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Dss „freihändlerische“ Grossbritannien erhob
1906 an Zöllen 17.13 Mk.
pro Kopf der
nur 8.39 Mk.
Weitere sehr instruktive
Ziffern vergl. im Wörterbuch der Volkswirtschaft
in 2 Bänden,
2. Aufl. Jena 1907,
Band II, S. 1049:
Grossbritannien
Tabakverbrauchpro Kopf in kg0.74
Netto - Steuerertragpro Kopf in Mk.
5.68
Vereinigte Staaten
2.52
3.86
1.55
1.18
0.99
6.87
29 Vergl.v. Schulze-Gävernitz. Britischer Imperialismus und englischer Freihandel. 1906.S. 88, 427.
30 In ähnlicher Weise misst der bekannte Benjamin Kidd Deutschland einen Ehrgeizbei „von der Rheinmündung zum Euphrattal“. Nineteenth Century. Juli 1903. Der geist-volle Herausgeber des Observer, Herr Garvin, erklärt die Einigung Deutschlands 1871 erstbegonnen, nicht vollendet. Durch die Aufsaugung Hollands und Deutsch-Österreichs werdeDeutschland die erste Seemacht (neben den Vereinigten Staaten) werden. Vergl. Garvin. Theprinciples of constructive economics, S. 45.
81 Kuno Fischer . Geschichte der neuern Philosophie. 8. Bd. Hegels Leben, Werke undLehre. I. Teil S. 327/328.
82 Mahan. Der Einfluss der Seemacht auf die Geschichte. Berlin , Mittler 1899. II.,S. 293 : „Nur die Beherrschung der die britischen Inseln umgebenden Gewässer führt zur Ver-nichtung der britischen Staatsmacht. Als Vorstufe dazu muss die britische Flotte durch Über-legenheit an Zahl oder Geschick lahm gelegt werden.“
88 In der Empire Review Juni 1905 stellt J. L. Bashford entgegen der National Reviewfest, „dass nicht ein einziger kompetenter deutscher Seeoffizier den Gedanken eines deutschen Angriffs auf die englische Küste als innerhalb der Wahrscheinlichkeit liegend betrachtet.“ Sehrvernünftig schliesst er mit den Worten: „Es muss unser Grundsatz sein, unser Augenmerkauf den Fortschritt der deutschen Flotte zu richten, aber indem wir dies tun, denke ich, dass wirals Engländer immer bereit sein werden, „fair play“ und ehrenhafte Methoden anzuwenden.“
84 So Fürst Bülow zu J. L. Bashford im Nineteenth Century. Dezember 1904. S. 880.In diesem Sinne äusserte sich auch Lord Roseberry im House of Lords am 13. April 1905 hin-sichtlich der englischfranzösischen Entente: I welcome all our international sympathies, but Iview with alarm and distrust the simultaneous growth of international antipathies. The one isnot necessarily the consequence of the other, and I, for my part, warmly as I welcome thegenerous eloquence of international sympathy, prefer to see, as the basis of our foreign policy,a more cold-blooded vigilance and reckoning of all the great forces which move in theworld, and not the exclusive of fixing of attention on one or two.
86 I. Statist. Jahrbuch für das Deutsche Reich 1907, S. 170 bis 174.
II. Statistical Abstract for the United Kingdom. London 1907, S. 64 bis 71.
III. Statist. Jahrbuch für 1907, S. 170 bis 173.
IV. Statist. Jahrbuch für 1907, S. 202 bis 204.
V. E. Trescher. Vorzugszölle. Berlin , Siemenroth 1908, S. 37, 41, 43, 45.
VI. Daselbst. S. 61.