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Bekanntschaft von Mr. Harriman, dem Präsidenten der Union Pacific, und konnte mit demselben Verhandlungen einleiten über unsere Be-teiligung an der Schiffahrt 2an Zrancisco-Gstasien."
Die öffentliche Bekanntgabe der Abmachungen wurde vonamerikanischer Leite hinausgezögert, weil man auf den end-gültigen Ausgang der Verhandlungen im Kongreß über dasLubventionsgesetz warten wollte. Aber die Lage, wie sie sichalsdann im April 1902 darstellte, orientiert einBericht, denBallin nach weiteren Besprechungen mit Morgan und seinenFreunden in London an die deutsche Botschaft dorterstattete:
,1. Erwerb der Kontrolle über die Cunard-Linie fürgemeinsame Rechnung der beiden Gesellschaften und des amerikanischenSyndikats. Es haben Verhandlungen mit Lord Znverclyde, dem Chairmander Lunard-Linie, stattgefunden. Ebensowenig wie die übrigen Ver-treter der englischen Lchiffahrtsintereffen hat Lord Znverclyde irgend-welche nationalen Bedenken gegen die beabsichtigte Transaktion zurGeltung gebracht. 2m Gegenteil, er hat den Wunsch ausgedrückt,daß sich das Syndikat nicht damit begnügen möchte, Z l °/<> der Aktienzu kaufen, sondern lieber gleich die ganze Compagnie erwerben sollte.Der Preis, den er fordert, ist ziemlich hoch gegriffen. Er hat aber be-reits durchblicken lassen, daß er eine geringere (Offerte befürwortenwolle, und es besteht kaum ein Zweifel, daß die Verhandlungen zu einemgünstigen Abschluß führen werden, wenn nicht etwa die englische Re-gierung noch in zwölfter Stunde zu einem außerordentlichen Entschlüssesich aufrafft.
,2. Veröffentlichung der Kombination. Währenddie amerikanischen Herren bisher auf dem Standpunkt beharrten, daßes erwünscht sei, den Ausgang der Verhandlungen abzuwarten, welchemit Bezug auf die beabsichtigte amerikanische Subsidien-Gesetzgebungin Washington schweben, teilt M. Morgan fetzt meine Ansicht, daß