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sind. Darauf hier einzugehen, würde auch zu weit führen.Erwähnt sei nur noch, daß im Zusammenhang mit der Bei-legung dieser Konkurrenz von den beiden großen deutschenLinien der preußischen Regierung gegenüber die Verpflichtungübernommen wurde, dem Hafen von Emden überseeischeVerbindungen zu schaffen, namentlich auch eine Verbindungfür den Iwischendecksverkehr nach Nordamerika . Diese Ver-bindungen waren eben erst aufgenommen worden, als derKrieg ausbrach und ihnen ein Ende setzte.
Einen großen Fortschritt brachte diese Zeit dem transatlan-tischen Pool. Nach dem Friedensschluß mit der Cunard-Liniewaren noch verschiedentliche Störungen des friedlichen Verhält-nisses unter den Linien erfolgt, u. a. durch eine Konkurrenz derrussischen Freiwilligen Flotte, der mit Hilfe der Aussisch-Gstasia-tischen Dampfschiffahrts-Gesellschast entgegengetreten wurde,durch eine zeitweilige Kündigung des Zwischendeckspoolsseitens einiger englischer Linien und endlich durch Differenzender Hamburg-Amerika Linie mit dem Norddeutschen Lloyd .Außerdem strebte die Hamburger Linie eins Reform der Pool-anteile an, da sie der Ansicht war, daß die vor i z Jahren fest-gesetzten Anteile nicht mehr dem gänzlich verschobenen Größen-verhältnis zwischen den beiden deutschen Linien entsprächen.2m Februar 1908 fanden alsdann unter dem Vorsitz Ballinsmehrtägige Verhandlungen in London unter Teilnahme allergroßen englischen und kontinentalen Linien statt, sowie auchder Canadian Pacific Eisenbahn, die zur Gründung der „At-lantic Conference" oder des sogenannten „General Pool"führten, dem im folgenden Jahre ein Pool für den Mittel-