Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
96
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9«', Odm.

So lräg, als hübe sich ein Adler in die Lüste,Den man vom Raube scheucht:Noch schwebt er drüber her, und witternd fette Düfte,Entflicht er minder leicht.

Welch langsam Phänomen durchstreicht des AethcrS Wogen,Dort wo Saturn gebeut?

Ist es? SS ists, das Jahr, das reuend uns entflogen,Es fliegt zur Ewigkeit.

Das reuend uns entflog, Dir Friedrich zuzusehen,Kein Sckuluin zn seyn;

Mit deinem ganzen Rnhm belastet fort zn gehen,lind sich der Last zu freun.

Noch oft soll manches Jahr so traurig von uns fliegen,Noch oft, zu unserm Glück.Vom Himmel bist Dn, Herr, zu uns hcrabgcsticgcn;Kehr' spät! kehr' spät zurück!

Laß Dich noch lange, Herr, den Namen Vater reizen,Und den: menschlicher Helv!Dort wird der Himmel zwar nach seiner Zierde geizen;Doch hier braucht Dich die Welt.

Roch seh' ich mich fiir Dich mit raschen NichtcraugcnNach einem Dichter um.

Dort einer! hier und da! Sie laugen viel, und taugenDoch nichts für deinen Ruhm.

Ist er nicht etwa schon, und singt noch wenig Ohren,Weil er die Kräfte wiegt:

So werd' er dieses Jahr, der seltne Geist, geboren,Der diesen Kranz erstiegt.

Wenn er der Mutter dann sich leicht vom Herzen windet,O Muse lach' ihn an!

Damit er Fcur und Witz dem Edelmut!) verbindet,Poet und Biedermann. °)

°) Poet und braver Mann. 1763.