Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
95
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Oden.

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Was wartet miscr? Ach! ei» unbclohnter Schweiß,Im Joch dcs AmtS bey reifen Iahren,Für andrer Wohl erschöpft, als unbrauchbarer («reis Hinnntcr in die Grnft zu fahren.

Doch deiner wartet? - - Nein! was kannst du noch erwartenIm Schooß der vollen Seligkeit?Nur wir, auf blindes Glück, als Schiffer ohne Karten,Durchkreuzen ihn, den faulen Pfuhl der Zeit.

Vielleicht noch ehe du dein Glücke wirst gewöhnen,

Noch ehe du cS durchempfundcn hast

Flieht einer von uuS nach in die verklärten Zonen,

Für dich ein alter Freund, und dort ein neuer Gast.

Wen wird verborgner Rath! die nahe Reise treffen -

Aus unsrer jetzt noch frischen Schaar?

O Freunde, laßt euch nicht von süßer Hoffnung äffen!

Zum Wachsamscyn verbarg Gott die Gefahr.

Komm ihm, wer er auch sey, verklärter Geist, entgegen,Bis an das Thor der bessern Welt,Und führ' ihn schnell, auf dir dann schon bekannten Wegen,Hin, wo die Huld Gerichte hält.

Wo um der Weisheit Thron der Freundschaft Urbild schwebet,In scraphinscheni Glänze schwebt,Verknüpft uns einst ein Band, ein Band von ihr gewebet;Zur cw'gen Dauer fest gewebt!

VI.

Der Eintritt dcs Zahrcs 1753.

in Berlin . °)

Wie zaudernd nngcr» sich die Jahre trennen mochten,Die eine Götterhand

Durch Kränze mancher Art, mit Pracht und Scherz durchflochten,Uns in einander wand!

°) Zuerst in der Bossischcn Zeitung 1753, dann in den Schriften.