und Erzählungen. 115
Mit Alten sprach er stets von Tod und Eitelkeit,Mit Armen von des Himmels Freude,Mit Häßlichen von Ehrbarkeit,Nur mit den Schönen allezeitVom ersten jeder Christcntricbc.
Was ist das? Wer mich fragt, kann der ein Christ wohl seyn?Denn jeder Christ kömmt damit überein,Es sey die liebe Liebe.
Der Eremit war jung; das hab' ich schon gesagt.
Doch schön? Wer nach der Schönheit fragt,
Der mag ihn hier bcsehn.
Genug, den Weibern war er schön.
Ein starker, frischer, junger Kerl,
Nicht dicke wie ein Faß, nicht hager wie ein Qucrl —
„Nun, nun, aus seiner Kost ist MeS leicht zu schließen."
Doch sollte man auch wissen,
Zu Steinen wohl Gedeihen giebt;
Und das ist doch kein fett Gerichte!
Ein bräunlich männliches Gesichte,
Nicht allzu klein, nicht allzu groß,
Das sich im dichten Barte schloß;
Die Blicke wild, doch sonder Anmuth nicht;
Die Nase lang, wie man die Kaysernascn dicht't.
Das ungcbundne Haar floß straubicht um das Haupt;
Und wescntlichrc Schönheitsstücke
Hat der zerrißnc Rock dem Blicke
Nicht ganz entdeckt, nicht ganz geraubt.
Der Waden nur noch zu gedenken:
Sie waren groß, und hart wie Stein.
Das solle», wie man sagt, nicht schlimme Zeichen seyn;
Allein den Grund wird man mir schenken.
Nun wahrlich, so ein Kerl kann Weiber lüstern machen.Ich sag' es nicht für mich; es sind geschehn? Sachen.„Gcschchne Sachen? was?
8*