Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
133
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erstes Buch.

k. Der Affe und der Fuchs.

Nenne mir ein so geschicktes Thier, dem ich nicht nacbahmcnkönnte! so prahlte der Affe gegen den Fuchs. Der Fuchs abererwiederte: Und du, nenne mir ein so geringschätziges Thier,dem cS einfallen könnte, dir nachzuahmen.

Schriftsteller meiner Nation! Muß ich mich nochdeutlicher erklären?

7. Die Nachtigall nnd der Pfau.

Eine gesellige Nachtigall fand, unter den Sängern desWaldes, Neider die Menge, aber keinen Freund. Vielleicht findeich ihn unter einer andern Gattung, dachte sie, und floh ver-traulich zu dem Pfauc herab.

Schöner Pfau! ich bewundere dich.Ich dich auch,liebliche Nachtigall!" So laß uns Freunde seyn, sprach dieNachtigall weiter; wir werden uns nicht beneiden dürfen; dubist dem Auge so angenehm, als ich dem Ohre.

Die Nachtigall und der Pfau wurden Freunde.

Rneller und Pope waren bessere Freunde, als Pope undAvoison.

8. Der Wolf und der Schäfer.

Ein Schäfer hatte durch eine grausame Seuche seine ganzeHccrdc verloren. Das erfuhr der Wolf, nnd kam seine Con-dolcn; abzustatten.

Schäfer, sprach er, ist es wahr, daß dich ein so grausamesUnglück betroffen? Du bist um deine ganze Hccrdc gckommcn?Dic liebe, fromme, fcttc Hccrdc! Du taucrst mich, und ichmöchte blutige Thränen weinen.

Habe Dank, Meister Isegrim; vcrsctztc dcr Schäfcr. Zchschc, du hast cin schr mitleidiges Hcrz.

Das hat cr auch wirklich, fügte des Schäfers Hylar hinzu,so oft cr untcr dcm Unglücke seines Nächsten selbst leidet.