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1 (1838)
Entstehung
Seite
151
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Zweytes Buch.

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herbei'. Kostet doch! schrie er; kostet doch! Diese trefflicheTraube schalt der Fuchs sauer. Sie kosteten alle, und inwenig Augenblicken ward die Traube so zugerichtet, daß nieein Fuchs wieder darnach sprang.

22. Der Fuchs.

k'sli. ^eloji. 8.

Ein verfolgter Fuchs rettete sich auf eine Mauer. Um aufder andern Seite gut herab zu kommen, ergriff er einen nahenDorncnstrauch. Er ließ sich auch glucklich daran nieder, nur daßihn die Dornen schmerzlich verwundeten. Elende Helfer, riefder Fuchs, die nicht helfen können, ohne zugleich zu schaden!

23. Das Schaf.?->!). ^t-r-ip, 189.

Als Jupiter das Fest seiner Vermählung fcyertc, und alleThiere ihm Geschenke brachten, vermißte Zuno das Schaf.

Wo bleibt das Schaf? fragte die Göttin. Warum versäumtdas fromme Schaf, uns sein wohlmeinendes Geschenk zu bringen?

Und der Hund nahm das Wort und sprach: Zürne nicht,Göttin! Ich habe das Schaf noch heute gesehen; es war sehrbetrübt, und jammerte laut.

Und warum jammerte das Schaf? fragte die schon gerührteGöttin.

Ich ärmste! so sprach es. Ich habe itzt weder Wolle, nochMilch; was werde ich dem Jupiter schenken? Soll ich, ichallein, leer vor ihm erscheinen ? Lieber will ich hingehen, undden Hirten bitten, daß er mich ihm opfere!

Zudem drang, mit des Hirten Gebete, der Rauch des ge-opferten Schafes, dem Jupiter ein süßer Geruch, durch dieWolken. Und itzt hätte Zuno die erste Thräne gcwcinct, wennThränen ein unsterbliches Auge benetzten.