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1 (1838)
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153
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Zweytes Buch.

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27. Der Dornstrauch.?-.!>. ^esop. 42.

Aber sage mir doch, fragte die Weide den Dornstrauch, warumdu nach den Kleidern des vorbcygchcndcn Menschen so begierigbist? Was willst du damit? Was können sie dir helfen?

Nichts! sagte der Dornstrauch. Ich will sie ihm auch nichtnehmen; ich will sie ihm nur zerreißen.

28. Die Furien.

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Meine Furien, sagte Pluto zu dem Bothen der Götter,werden alt und stumpf. Ich brauche frische. Geh also, Mer-kur, und suche mir aus der Oberwelt drey tüchtige Wcibcspcrso-ncn dazu aus. Merkur ging.

Kurz hierauf sagte Zuno zu ihrer Dienerin: Glaubtest duwohl, Iris, unter den Sterblichen zwey oder drey vollkommenstrenge, züchtige Mädchen zu finden? Aber vollkommen strenge!Verstehst du mich? Um Cythcrcn Hohn zu sprechen, die sichdas ganze weibliche Geschlecht unterworfen zu haben rühmet.Geh immer, und sich, wo du sie auftrcibcst. Zris ging.

In welchem Winkel der Erde suchte nicht die gute Zris!Und dennoch umsonst! Sie kam ganz allein wieder, und Zunorics ihr entgegen: Zst es möglich ? O Keuschheit! O Tugend!

Göttin, sagte ZriS; ich hätte dir wohl drey Mädchen brin-gen können, die alle drey vollkommen streng und züchtig gewe-sen; die alle drey nie einer Mannsperson gelächelt; die alle dreyden geringsten Funken der Liebe in ihren Herzen erstickt: aberich kam, leider, zu spät.

Zu spät? sagte Zuno. Wie so?

Eben hatte sie Merkur für den Pluto abgeholt."

Für den Pluto? Und wozu will Pluto diese Tugendhaften?

Zu Furien."

29. Tiresias.

^nwoinus I^ilierslis c. 16.

Tiresias nahm seinen Stab, und ging über Feld. SeinWeg trug ihn durch einen heiligen Hain, und mitten in dem