drittes Buch.
13. 14. Die Wohlthaten,in zwey Fabeln.
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Hast du wohl einen großem Wohlthäter unter den Thieren,als uns? fragte die Biene den Menschen.Za wohl! erwiederte dieser.„Und wen?"
Das Schaf! Denn seine Wolle ist mir nothwendig, unddein Honig ist mir nur angenehm.
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Und willst du noch einen Grund wissen, warum ich dasSchaf für meinen großem Wohlthäter halte, als dich Biene?Das Schaf schenket mir seine Wolle ohne die geringste Schwie-rigkeit; aber wenn du mir deinen Honig schenkest, muß ichmich noch immer vor deinem Stachel fürchten.
15. Die Eiche.Der rasende Nordwind hatte seine Stärke in einer stürmi-schen Nacht an einer erhabenen Eiche bewiesen. Nun lag siegestreckt, und eine Menge niedriger Sträuche lagen unter ihrzerschmettert. Ein Fuchs, der seine Grube nicht weit davon hatte,sahe sie des Morgens darauf. Was für ein Baum! rief er.Hätte ich doch nimmermehr gedacht, daß er so groß gewesen wäre!")
16. Die Geschichte des alten Wolfs,in sieben Fabeln,^ellanus Iil>. IV. ogji. 15.
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Der böse Wolf war zu Jahren gekommen, und faßte dengleißenden Entschluß, mit den Schäfern auf einem gütlichen Fußzu leben. Er machte sich also aus, und kam zu dem Schäfer,dessen Horden seiner Höhle die nächsten waren.
°) Ihr die ihr vom Geschick erhöht,Weit über uns erhaben steht,Wie groß ihr wirklich scvd, zn wissen,Wird euch das Glück erst stürzen müssen. 175Z,