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1 (1838)
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209
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Gedichte.

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Nur dicßmal laßt mich noch der nasse» Grnft cntfliehn.

Nie, nie, gelob ich euch, mehr übers Meer zu zicbn.

Neptun , Neptun erhöre mich!

Sechs schwarze Rinder schenk ich dir

Zum Opfer dann mit Lust dafür!"

Sechs schwarze Rinder?" sprach Mandar,

Sein Nachbar, der zugegen war.

Sechs schwarze Rinder? bist du toll?

Mir ist es ja bekannt,

Daß solchen Reichthum nie das Glück dir zugewandt.Und du glaubst, daß es Gott, Neptun, nicht wissen soll?"

Wie oft, o Sterblicher, wie ofte trauest duDer Gottheit weniger als deinem Nachbar zu!

Schlußrede zu einem Trauerspiele, gehalten von Mad.Schuch 1754.

Euch, die Geschmack und Ernst und was nur Weise rührt,Die Tugend und ihr Lohn ins Trauerspiel geführt,Euch macht Mclpomcne durch künstliches Betrügen,Beklemmtes Herz zur Lust, und Mitleid zum Vergnügen.Ihr fühlt es, was ein Held, der mit dem Schicksal ficht,Und mit Affekten kämpft, in schweren Worten spricht;Ihr folgt ihm durch den Kampf, mit gleich getheilten Trieben,Zu hassen, wenn er haßt, und wenn er liebt, zu lieben.Ihr hoft, ihr tobt mit ihm; ihr theilt sein Weh und Wohl,Und kurz, ihr habt das Herz, wie man es haben soll.

Schämt euch der Wchmuth nicht, die feucht im Auge schimmert,Gönnt ihr, ach! gönnet ihr den Ausbruch! Unbekümmert,Ob Wesen oder Schein, ob Wahrheit oder TrugDen Panzer um das Herz mit süßer Macht zerschlug.Die Gottheit des Geschmacks zählt jedes Kenners ZähreUnd hebt sie theuer auf, zu sein und unsrer Ehre!Zu unsrer Ehre? Ja, als Theil an unserm Lohn,Durch der Eeberdcn Reiz, durch Mienen, Tracht und Ton,Und durch die ganze Kunst ruhmvoller Henchlcrgabcn,Der Tadelsucht zum Trotz! sie euch erpreßt zu haben.

Lcssings Werk- I,

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