Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
210
Einzelbild herunterladen
 

2M Gedichte,

Sittmspri'iche. 17 7».

Man würze, wie niau will, mit Widerspruch die Rede,Wird Würze mir nicht Kost, und Widerspruch nicht Fehde.

Bav selbst hat inauchen guten Schauer,Wär' EsclStrab auch nur von Dauer.

Zn ein Stammbuch, dessen Besitzer versicherte, daß sein Frenndohne Mängel, und sein Mädchen ein Engel sey. 1778.")

Trau keinem Freunde sonder Mangel,Und lieb' ein Mädchen, keinen vngcl.

Die Theilung.") ,

An seiner Braut, Fräulein Christinchcns, SeiteSaß Junker Bogislav Dietrich Karl FerdinandBo» sein Geschlecht bleibt ungenanntUnd that, wie alle seine Landcslcutc,Die Pommern, ganz abscheulich witzig und galant.

Was schwatzte nicht für zuckersüße Schmeicheleien

Der Junker seinem Fräulein vor!

Was rannte nicht für kühne Schelmereien

Er ihr vertraut in's Ohr?

Mnnd, Aug' und Ras' und Brust und Hände,

Ein jedes Glied macht ihn entzückt,

Bis er, entzückt auch über Hüfl' und Lende,

Den plumpen Arm um Hüft' und Lende drückt.

Das Fräulein war geschnürt (vielleicht zum ersten Male.)

Ha!" schrie der Innker;wie gcschlank!

Ha, welch ein Leib! verdammt, daß ich nicht male!

Als käm' er von der Drechselbank!

So dünn! Was braucht es viel zu sprechen?

Ich wette gleich was wetten wir? wie viel?

Ich will ihn von einander breche»!

Steht m dem Hamburger Musenalmanach für t7«2, ist aber von K- G. Lis-ting im »weilen Baude der vermischten Schriften t78i nicht wiederholt worden.

") Diese und die folgende Erzählung wurden nach iicslingS Tode im DeutschenMuseum vom I, 1732 iMonat JuniuS, S. 544 und 252) bekannt gemacht.