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1 (1838)
Entstehung
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Tcr junge Gelehrte.

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Eiferte. Za, das werden Sie wohl nimmcrmchr glauben,daß ich lind Damis schon so weit mit einander gekommen sind,daß er mich verstecken muß. Schon kann ich ihn um einenFinger wickeln! Noch eine Unterredung, wie vorhin, so habeich ihn im Sacke.

Juliane. Und also hätte ich wohl, in allem Scherze, einenrecht guten Einfall gehabt? Wollte doch der Himmel, daß dieVerbindung, die sein Barer zwischen uns

Liselte. Ach, sein Vater! der Schalk, der Gcitzhals! Jetzthabe ich ihn kennen lernen.

Juliane. Was giebst du ihm für Titel? Seine Gütigkcitist nur gar zu groß. Seine Wohlthaten vollkommen zu ma-chen, trägt er mir die Hand seines Sohnes, und mit ihr seinganzes Vermögen an. Aber wie unglücklich bin ich dabey!Dankbarkeit und Liebe, Liebe gegen den Valcr, und Dank-barkeit

Aisette. Noch vor einer Minute war ich in eben demIrrthume. Aber glauben Sie mir nur, ich weiß es nunmehraus seinem Munde: nicht aus Freundschaft für Sie, sondernaus Freundschaft für Ihr Vermögen, will er diese Verbindungtreffen.

Juliane- Für mein Vermögen? Du schwärmst. Washabe ich denn, das ich nicht von ihm hätte?

K.isctte. Kommen Sie, kommen Sie. Hier ist der Ortnicht, viel zu schwatzen. Ich will Ihnen alles erzchlcn, wasich gehört habe.

Zweyter Aufzug.

Erster Austritt.Lisette. Valer. Juliane.A.isette- (noch inncrbalb der Smie) Nur hier herein; Damisist ausgegangen. Sie können hier schon ein Wörtchcn mitein-ander im Vertrauen reden.

Juliane. Ja, Valcr: mein Entschluß ist gefaßt. Ich bin