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1 (1838)
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Vcr junge Gelehrte.

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herein gehen. Sie ist nicht drinnc; glauben Sie mir mir, sieist nicht drinnc

Fünfter Auftritt.

Lisetlc- Damis, Auton-

Ä.iscttc. Allerdings ist sie noch drinncAnlon. O das Ral'cnaas!

Damis. So langc hat Sic Sich hicr versteckt gehalten?Arme Liscttc! das war mein Wille gar nicht. So bald mcinVater aus der Stube gcwcscn wäre, hätte Sic immcr wicdcrhcraus gehen können.

K.lsene. Zeh wußte doch nicht, ob ich recht thäte. Zeh wollte also lieber warten, bis mich der, der mich versteckthatte, selbst wicdcr hcrvorkommcn hicß--

Anton. Zum Henker, von was für einem Verstecken redendie? (sackic zu Liscttcn) So, du feines Thicrchcn? hat dich meinHerr sclbst schon cinmal versteckt? Nun weiß ich doch, wie ichdie gestrige Ohrfeige auslegen soll. Du Falsche!

F.isette. Schweig; sage nicht cin Wort, daß ich zuvorbcy dir gcwcscn bin, odcr du wcißt schon

Damis. Was schwatzt ihr dcnn beide da zusammen? Darfich es nicht hören?

Ä.isclte. Es war nichts; ich sagtc ihm bloß, cr sollc her-unter gehen, daß wenn meine Jungfer nach mir fragte, crunterdessen sagcn könntc, ich scy ausgegangen. Juliane istmißtrauisch; sie suchte mich doch wohl hicr, wcnn sic mich brauchtc.

Damis. Das ist vcrnünstig. Gleich, Anton, geh!

Anton. Das verlangst du im Ernste, Liscttc?

L.isctte- Freylich; fort, laß uns allein.

Damis. Wirst du bald gehen?

Amon. Bedenken Sic doch sclbst, Hcrr Damis; wannSic nun ihr Gcplaudrc wcrdcn übcrdrüßig seyn, und das wirdgar bald gcschchcn, wcr soll sie Zhncn denn aus der Stubejagen hclfcn, wcnn ich nicht dabcy bin?

^.isclcc. Wartc, ich will dein Lästermaul--

Damis. Laß dich unbekümmert! Wann sic mir beschwer-lich fällt, wird sie schon selbst so vcrnünftig seyn, und geben.