Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
255
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Tcr junge Gelehrte,

schrcibung aber darf man bloß auf die äusscrlichcii Merkmale,auf das --

S.isctte. Wir kommen von unsrer Sache, Herr Damis.Zhr Lob--

Damis. Za wohl; fahr Sie nur fort, Liscttc. Von wemwollte Sie vorhin reden?

F.isetle- Zc, sollten Sie denn den kleinen Mann nichtkennen? Er bläset immer die Backen auf

Damis. Sie mcynt vielleicht den alten Ratbshcrrn?

Fusette. Ganz recht, aber seinen Namen--

Damis. Was liegt an dem?

Lisette. Za, Herr Ehrysandcr, sagte also der Nathshcrr,an dessen Namen nichts gelegen ist, Ihr Herr Sohn kann ein-mal der beste Rathshcrr von der Welt werden, wenn er sichnur darauf applicircn will. Es gehört ein aufgeweckter Geistdazu; den hat er: eine fixe Zunge; die hat er: eine tiefe Ein-sicht in die Staatskunstz die hat er: eine Gcschicklichkcit, seineGedanken zierlich auf das Papier zu bringen; die hat er: eineverschlagne Aufmerksamkeit auf die geringsten Bewegungen un-ruhiger Bürger; die hat er: und wenn er sie nicht hat odie Uebung die Uebung! Ich weiß ja, wie mir es Anfangsgicng. Freylich kann man die Gcschicklichkcit zu einem so schwerenAmte, nicht gleich mit auf die Welt bringen

Damis. Der Narr! es ist zwar wahr, daß ich alle dieseGcschicklichkcitcn besitze; allein mit der Hclftc derselben könnteich Gchcimtcr Rath werden, und nicht bloß--

Siebender Auftritt.

Anton. Lisette. Damis.

Damis. Nun, was willst du schon wieder?

Amon. Mamsell Juliane weiß es nun, daß Liscttc aus-gegangen ist. Fürchten Sie Sich nur nicht; sie wird unsnicht überraschen.

Damis. Wer hieß dich denn wiederkommen?

Amon. Sollte ich wohl meinen Herrn allein lassen? unddazu, es überfiel mich auf einmal so cinc Angst, so eine Ban-