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?cr junge Gclchnc.
auf das Zukünftige geht. Doch hier ist das Zukünftige schonso gewiß, als das Gegenwärtige. Ich brauche die Sprache derPropheten, die ihrer Sachen doch unmöglich so gewiß seyn konn-ten. — — Die ganze Akademie müßte blind semi.---Nun,
was stehst du noch da? Wirst du gehen?
Zehnter Auftritt.Lisette. Damis-
L.isette. Da sehen Sie! so lobten Sie die Leute.
-Oamis. Ah, wann die Leute nicht besser loben können, somöchten sie es nur gar bleiben lassen. Ich will mich nicht rüh-men, aber doch so viel kann ich mir ohne Hochmuth zutrauen:ich will meiner Vraut die Wahl lassen, ob sie lieber einen Dok-tor der Gottesgclahrhcit, oder der Rechte, oder der Arzncykunst,zu ihrem Manne haben will. Zn allen drey Fakultäten habejch disputirtz in allen dreyen habe ich--
A.isette. Sie sprechen von einer Braut? hcyrathcn Sie dennwirklich?
Damis Hat Sie auch schon davon gehört, Lisette?
L-iserte. Kömmt denn wohl ohn unser einer irgend in ei-nem Hanse eine Heyrath zu Stande? Aber eingebildet hätte ichmir es nimmermehr, daß Sie Sich für Julianen entschliessen wür-den! für Julianen!
Damis. Größten Theils thue ich es dem Vater zu gefal-len, der auf die außerordentlichste Weise deswegen in mich dringt.Ich weiß wohl, daß Juliane meiner nicht werth ist. Allein sollich einer solchen Kleinigkeit wegen, als eine Heyrath ist, den Va-ter vor den Kopf stosscn? Und dazu habe jch sonst einen Ein-fall, der mir ganz wohl lassen wird.
-Lusette. Freylich ist Juliane Ihrer nicht werth; und wennnur alle Leute die gute Mamsell so keimten, als ich — —
Eilfter Auftritt.
Anton, Damis- Lisette.Anton, (vor sich.) Ich kann die Leute unmöglich so allcinc
lassen.--Herr Valcr fragt, ob Sie in Ihrer Stube sind?
Sind Sie noch da, Herr Damis?