Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
259
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Der junge Gelehrte.

26!»

Damis. Sage mir nur, Unwissender, hast du dir es dennheute recht vorgesetzt, mir beschwerlich zu fallen?

Äusette. So lassen Sie ihn nur da, Herr Damis. Er bleibtdoch nicht weg

Amon. Za, jetzt soll ich da bleiben; jetzt, da es schon viel-leicht vorbcy ist was ich nicht hören und sehen sollte.

Damis. Was soll denn vorbey seyn?

Anron. Das werden Sie wohl wissen.

Kusette- (sachte) Jetzt, Anton, hilf mir, Julianen bey dei-nem Herrn recht schwarz machen. Willst du ?

Anron. Ey ja doch! zum Danke vielleicht--

^.isclke. So schweig wenigstens.---Nothwendig, Herr

Damis, müssen Sie mit Julianen übel fahren. Ich bctaurcSie im voraus. Der ganze Erdboden trägt kein ärgeres Frauen-zimmer.

Anton. Glauben Sie es nicht, Herr Damis; Juliane istein recht gut Kind. Sie können mit keiner in der Welt besserfahren. Zch wünsche Ihnen im voraus Glück.

Kuserrc. Wahrhaftig! du mußt gegen deinen Herrn sehr red-lich gesinnt seyn, daß du ihm eine so unerträgliche Plage anden Hals schwatzen willst.

Anron. Noch weit redlicher mußt du gegen deine Mamsellseyn, daß du ihr einen so guten Ehemann, als Herr Damiswerden wird, mißgönnest.

Liserce. Einen guten Ehemann? Nun wahrhaftig, ein gu-ter Ehemann, das ist auch alles, was sie sich wünscht. EinMann, der alles gut seyn läßt

Anron. Ho! ho! alles? Hören Sie, Herr Damis, für wasSie Liscttc ansieht? Aus der Ursache möchtest du wohl selbst gernseine Frau seyn? Alles? cy! unter das alles, gekört wohl auch?--du verstehst mich doch?

Damis. Aber im Ernste, Liscttc; glaubt Sic wirklich, daßZhrc Jungfer eine rechte bösc Frau wcrdcn wird? Hat sic in derThat viel schlimme Eigenschaften?

Liierte. Viel? Sic hat sie allc, dic man haben kann; auchnicht dic ausgcnommcn, die einander widersprechen.

Damis. Will Sic mir nickt cin Verzeichnis? davon geben?

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