Der junge Gelehrte.
Lisette. Wo soll ich anfangen? — Sie ist albern--
Damis. Kleinigkeit!
Anton. Und ich sage: Lügen!
Lisetre. Sie ist zänkisch--
Zvamis. Kleinigkeit!
Anlon. Und ich sage: Lügen!
Lusette. Sie ist eitel--
Danns. Kleinigkeit!Anton. Lügen! sag ich.
Ä.iscrte. Sie ist keine Wirthin--
T>amis. Kleinigkeit!Anton. Lügen!
L.isclre. Sie wird Sie durch übertriebenen Staat, durch be-ständige Ergötzlichkcitcn lind Schmauscrcyen, um alle das Ihrigebringen--
Zvamis. Kleinigkeit!
Anton. Lügen!
K.isette. Sie wird Ihnen die Sorge um eine Hccrdc Kin-der auf den Hals laden — —Damis. Kleinigkeit!
Anton. Das thun die besten Weiber am ersten,^.iscttc. Aber um Kinder, die aus der rechten Quelle nichtgeholt sind.
Damis. Kleinigkeit!
Anton. Und zwar Kleinigkeit nach der Mode!Aisette. Kleinigkeit? aber was denken Sie denn HerrDamis?
Damis. Ich denke, daß Juliane nicht arg genug seyn kann.Ist sie albern ? ich bin desto klüger; ist sie zänkisch? ich bin destogelassener; ist sie eitel? ich bin desto philosophischer gesinnt; ver-thut sie? sie wird aufhören, wenn sie nichts mehr hat; ist siefruchtbar? so mag sie sehen, was sie vermag, wann sie es mitmir um die Wette seyn will. Ein jedes mache sich ewig, wo-mit es kann; das Weib durch Kinder, der Mann durch Bücher.
Anton. Aber merken Sie denn nicht, daß Lisctte ihre Ur-sachen haben muß, Julianen so zu verleumden?
Damis. Ach freylich merk ich es. Sie gönnt mich ihr,