280
Der junge Gelehrte.
umfange. Soll ich also doch »och glücklich scyn? O Chrysan-der! o Damis!
Chrys. Reden Sie mit ihm, mid setzen Sie ihm den Kopfci» wenig znrcchtc. Ich will zu Julianen gehen, und ihr mei-nen veränderten Entschluß hinterbringen. Sie wird mir esdoch nicht übel nehmen ?
Valcr. Uebel? Sie werden ihr das Leben wieder geben,so wie Sie es mir wiedergegeben babcn.
Lhrys. Ey! kann ich das? (geht ab)
Sechster Auftritt.Damis. Valcr. Anton.Valcr. Und in welchem Tone soll ich nun mit Ihnen re-den, liebster Freund? Das erneuerte Versprechen Ihres Vatersberechtigte mich, Sie ganz nnd gar zu übergehen. Ich babcgewonnen, so bald Lhrosandcr Julianen zu zwingen aufhört.Doch wie angenehm soll cs mir seyn, wann ich ihren Besitzznm Theil auch Ihnen werde verdanken können.Damis. Anton!
Anton, (kömmt) Was soll der? ist Ihnen die Post wiedereingefallen?
Damis. Gleich geh! sie muß nothwendig da seyn.
Anton. Aber ich sage Ihnen, daß sie bey so übel» Wet-ter vor zehn Uhr nicht kommen kann.
Damis. Giebst du abermals eine Stunde zu? Kurz, geh!und kömmst dn leer wieder, so sich dich vor! ,
Anron. Wenn ich diese Nacht nicht sanft schlafe, so glaubeich Zeitlebens nicht mehr, daß die Müdigkeit etwas dazu hel-fen kann, (geht ab)
Siebender Auftritt.
Damis. Valer.Valcr. So? anstatt zu antworten, reden Sie mit demBedienten?
Damis. Ucrzeibcn Sie, Valcr; Sie haben also mit mirgcsprochcn? Ich habc dcn Kopf so voll; cs ist mir unmöglich,auf allcs zu börcn.